„Mein Weg über die Alpen“ ist da!

Nun ist es also schon erschienen, das Buch „Mein Weg über die Alpen“, mit dem Untertitel „Eine Reise zu sich selbst und anderen“.
Es ist ein sehr persönliches Buch, das nicht nur Einblick in meine Gedankenwelt gibt. Kritische, nachdenkliche Passagen enthält das Buch, über das Menschsein, unsere Endlichkeit, über das Miteinander, aber auch anregende Gedanken über das Glück, das „Bei-sich-zu-Hause-sein“, die wunderschöne Bergwelt. – Das Buch ist darüber hinaus ein Plädoyer für eine Besinnung auf das Wesentliche, auf die eigene Verantwortung und Selbstwirksamkeit und auch für eine umweltverträgliche Art zu reisen.

1992 war ich bereits für 8 Monate mit dem Fahrrad in Neuseeland unterwegs. Damals hatte ich meinen Job und meine Wohnung aufgegeben, von zahlreichen Nacht- und Wochenenddiensten in der Altenpflege etwas Geld gespart und war mit meinem Partner losgeflogen und -geradelt. Ich hatte ein Sabbatical genommen, als hier noch niemand davon sprach.

Als ich 2014 mein Haus verkaufen musste, wählte ich erneut den Minimalismus für mein nächstes Projekt und startete ein Resilienzprojekt der besonderen Art: als Business-Nomadin für ein Jahr im Wohnmobil unterwegs zu sein. Lieblingsstücke wurden eingelagert, das meiste aber verschenkt und verkauft. Diesmal stieg ich nicht aus, sondern reduzierte alles auf ein Minimum, packte Trainingsmaterialien, Büro und meine Katze ein und fuhr los. In einem recht einfachen Wohnmobil war ich ein ganzes Jahr, von Juli 2014 bis Juli 2015, auf den Straßen und Stellplätzen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs unterwegs. Zum Schlafen blieb nur oben der enge Alkoven – immer den Aufträgen und Fortbildungsterminen nach und immer auch weiter dem eigenen Kern auf der Spur.

Das zugehörige Buch wird übrigens in Kürze erscheinen.

So lief ich im Sommer 2016 also von Lenggrieß nach Belluno - ohne GPS, ohne vorbestellte Unterkünfte, ohne allzu langwierige Vorbereitung, weitgehend allein. Als ob ich Reduktion und Minimalismus noch einmal weiter steigern wollte, um meine eigene Resilienz wieder neu zu erfahren. Inzwischen sage ich selbst, dass ich die Erfahrungen des einen Projektes beim folgenden auf eine Probe stelle. Mich und die Erfahrungen, möchte man sagen.

Deshalb wiederhole ich Projekte auch nicht einfach, sondern wähle immer wieder andere Herausforderungen, ändere bewusst die Settings und Orte, denen ich mich aussetze. Dabei geht es mir immer wieder um die Suche nach dem Kern eines Menschen, seinen tief zugrundeliegenden Fähigkeiten. Diese sind meiner Meinung nach, neben einer hohen Flexibilität, eine der Möglichkeiten, in der VUCA-Welt selbstwirksam zu sein. Und immer wieder erfinde ich mich neu, um dieser Essenz weiter und tiefer auf die Spur zu kommen.

Statt auf Reduktion allein oder auf den Wunsch nach Leichtigkeit im Alltag setze ich vor allem auf die Flexibilität und hohe Improvisationsfreude, die Kernwerte der heutigen und wohl auch der künftigen Zeit sind.

Was ich im Sommer 2017 plane? Natürlich wieder ein spannendes Projekt: Ich werde mit dem Fahrrad von der dänischen Grenze voraussichtlich nach Füssen fahren – mit maximal 1 Euro am Tag. Und ich werde unterwegs Lesungen, Vorträge, Coachings und Straßentheater anbieten – also wieder eine Reise zu mir selbst – ohne ganz auszusteigen! Wenn ich dabei Geld einnehme, werde ich es spenden.

Und natürlich werde ich auch darüber noch in diesem Jahr ein Buch schreiben ...

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